~The Last Judgement by Spohr


https://i2.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/63/Papyrus_18_POxy1079.jpg

A prominent contemporary of Clarence Mangan was the German composer Louis Spohr, whose musical reputation soared to the heavens with the unveiling of his new oratorio Die letzten Dinge (The Last Judgement, or, The Last Things). Performances of this wonderful production were soon held at a charity event in Cassel (an early preview of Part One only) and at the Nether-Rhenish Music Festival in Düsseldorf in 1826, and at the Norwich Festival in England in 1830. The work caused tremendous cultural commotion, earning international acclaim for an already illustrious master of his art.

Spohr’s theme is the Apocalypse and the world brought to account before the throne of Divine Judgement. The outlines of the action, as it were, will surely strike a chord even in the most starry-eyed agnostic. Else a curious reader of English might go to the King James Bible, implicit main-stay of true littérateurs as Béarla ; for the text of Die letzten Dinge has drawn directly upon Holy Scripture itself, chiefly the Books of Ezekiel and Jeremiah and the Apocalypse (the last named from the Greek ἀποκάλυψις — apokalypsis, an “unveiling” ; or to give it the calque of its plain Latinate name, Revelation < Latin velare “to veil”).

The libretto as such was created by the noted musical editor Friedrich Rochlitz, who unbidden offered his manuscript to Louis Spohr specifically. Having agreed to set it, Spohr wrote to a friend, “If I had not promised to compose Rochlitz’s really excellent text immediately I would probably have lost it”.

Although John of Patmos is indeed the saintly witness being cited in the main, the atmosphere conveyed in this sacred oratorio will generally be found —counting Augenblick for Augenblick within Spohr’s suite of end times— rather to favour intensely devout contemplation and awe, over global conflagration and thunder-shock. But thunder there will be.

~Q~

Bruno Weil conducts the Capella Coloniensis, Chorwerk Ruhr and vocal soloists:

Louis Spohr (1784-1859)

Die letzten Dinge

Oratorium, Text: Friedrich Rochlitz

Erster Teil

Nr. 1 Ouverture
Andante grave
Allegro

Nr. 2 Chor und Soli (Sopran, Bass)
Preis und Ehre ihm, der da ist,
der da war und der da kommt,
dem Erstling der Erstand’nen,
dem Beherrscher der Könige der Erde!
Ihm, der uns geliebet
und durch sein Blut gereinigt hat.
Preis, Ehre und Ruhm.

Siehe, er kommt in den Wolken,
und ihn wird sehen jegliches Auge,
und wehklagen werden die Geschlechter der Erde.

Fürchte dich nicht: Ich bin’s,
der Erste und der Letzte,
und der Lebendige.
Ich war tot, und siehe,
ich bin lebendig in alle Ewigkeit
und habe die Schlüssel der Hölle
und des Todes.

Preis und Ehre ihm etc.

Ich weiß nun dein Tun:
Du hast Böses nicht ertragen und geduldet
um meines Namens willen.
Aber deine erste Liebe hast du verlassen
und bist gefallen von deiner Höhe.
So änd’re deinen Sinn
und tu die ersten Werke.
Sei getreu bis in den Tod,
so will ich dir die Krone des Lebens geben.

Preis und Ehre ihm etc.

Nr. 3 Arie (Bass) und Rezitativ (Tenor)
Steige herauf,
ich will dir zeigen,
was geschehen soll!

Und siehe,
ein Thron stand im Himmel,
und auf dem Thron ruht einer!
Und ein Regenbogen war um den Thron,
und im Kreis auf Thronen
vierundzwanzig Älteste,
mit weißen Kleidern angetan,
auf ihren Häuptern gold’ne Kronen.
Und von dem Throne gingen aus
Blitze und Donner;
und Stimmen riefen Tag und Nacht.

Nr. 4 Chor
Heilig ist Gott der Herr, der allmächtige,
der da war und der da ist und der da kommt!

Nr. 5 Rezitativ (Sopran)
Und siehe, ein Lamm,
das war verwundet.

Nr. 6 Solo (Tenor)
Weine nicht! Siehe!
Es hat überwunden der Löwe,
der da ist vom Geschlecht Juda!

Nr. 7 Rezitativ (Sopran)
Und die Ältesten fielen nieder
vor dem Lamm und hatten Harfen
und gold’ne Schalen voll Rauchwerks
und sangen ein neues Lied.

Nr. 8 Solo (Sopran) und Chor
Das Lamm, das erwürget ist,
ist würdig zu nehmen Kraft
und Weisheit und Reichtum und Hoheit
und Preis und Ehre!

Nr. 9 Rezitativ (Tenor)
Und alle Kreatur, die im Himmel ist
und auf Erden und unter der Erde
und im Meer rief aus und sprach:

Nr. 10 Solo (Tenor) und Chor
Betet an!
Lob und Preis und Gewalt ihm,
der auf dem Stuhle thront,
und dem erwürgten Lamm!
Betet an!

Zweiter Teil

Nr. 10 Sinfonia
Allegro
Andante grave
Tempo primo

Nr. 11 Arie und Rezitativ (Bass)
So spricht der Herr:
Das Ende kommt;
von allen Winden der Erde
kommt nun das Ende!
Es kommt auch über dich.
Ich will dich richten,
wie du verdient hast,
und will dir geben,
was dir gebühret.
Mein Antlitz übersieht dich nicht.
Mein Auge dringt in dein geheimstes Inn‘res!

Von draußen bricht’s daher,
von fernen Grenzen naht es sich.
Der Gesang der Schnitter
verstummt im Feld der Ernte,
und die Stimme der Hirten auf den Bergen.
Klage tönt vom Tal herauf
und aus den Klüften Wehgeschrei.
Er kommt, der Tag der Schrecken kommt!
Sein Morgenrot bricht an!

Es hat sich aufgemacht der Tyrann,
die Geißel Gottes für die Völker.
Auf den Gassen geht das Schwert;
in den Häusern wohnt Hungersnot.
Sie werfen ihr Silber heraus
und achten ihr Gold als Spreu,
denn es errettet sie nicht
am Tage des Herrn.
Ihre Seelen werden nicht davon gesättigt,
für ihre Glieder macht man Ketten.
Die Könige stehen gebeugt,
die Fürsten klagen in Trauer,
des Volkes Arme sinken matt herab
und seine Tränen fallen in den Staub.

Nr. 12 Duett (Sopran, Tenor)
Sei mir nicht schrecklich in der Not,
Herr, meine Zuversicht!
Ich bin allein, bleibst du mir nicht.
Verlassen bin ich, stehst du nicht zu mir!
Der Freund vergisst, der Bruder weicht.
Ich schau auf dich, auf dich, o Herr,
auf dich, mein einzig Teil.

Nr. 13 Chor
So ihr mich von ganzem Herzen suchet,
will ich mich finden lassen,
spricht der Herr!
Und so ihr euch redlich zu mir kehret,
will ich euch sammeln
von allen Örtern der Erde.
Ich will euer Gott sein,
und ihr sollt mein Volk sein.
So spricht der Herr.

Nr. 14 Arie (Tenor)
Die Stunde des Gerichts,
sie ist gekommen.
Anbetet den, der gemacht hat
Himmel und Erde.

Nr. 15 Chor und Solo (Tenor)
Gefallen ist Babylon, die Große!
Sie suchen den Tod und finden ihn nicht.
Sie ringen nach ihm, er fliehet sie.
Die Stunde der Ernte ist da.
Reif ist der Erde Saat!
Das Grab gibt seine Toten!
Das Meer gibt seine Toten!
Das Siegel wird gebrochen:
Das Buch wird aufgetan!
Sie zagen, sie beben.
Sie suchen den Tod etc.

Es ist gescheh‘n.

Nr. 16 Quartett und Chor
Selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben,
von nun an in Ewigkeit.
Sie ruhen von ihrer Arbeit,
und ihre Werke folgen ihnen nach.

Nr. 17 Rezitativ (Sopran, Alt)
Sieh einen neuen Himmel
und eine neue Erde,
von Gott bereitet und schön geschmückt
als eine Braut.
Sieh eine Hütte Gottes bei den Menschen:
Er wird bei ihnen wohnen,
sie werden sein Volk sein.
Nicht Sonne mehr noch Mond:
Er ist ihr Licht,
und seine Herrlichkeit umleuchtet sie.
Kein Tempel steht in Gottes Stadt.
Er ist ihr Tempel und das Lamm.

Nr. 18 Rezitativ (Tenor) und Quartett
Und siehe:
Ich komme bald, und mein Lohn mit mir,
zu geben Jeglichem nach seinen Werken.
Ja komm! Herr Jesu!

Nr. 19 Chor und Soli
Groß und wunderbarlich sind deine Werke,
Herr, allmächtiger Gott.
Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege,
du König der Heiligen!

Wer sollte dich nicht fürchten,
Herr, nicht deinen Namen preisen.
Du allein bist heilig.
Und alle Völker der Erde
werden kommen und anbeten vor dir!
Halleluja.

Sein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Halleluja. Amen.

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